Professor Dr. phil., lehrt klassische Philologie an der Universität Bari. Von seinen zahlreichen Büchern sind in der Bundesrepublik vor allem bekannt geworden: »Die verschwundene Bibliothek Das Wissen der Welt und der Brand von Alexandria« und »Caesar - Der demokratische Diktator«..
Eine kurze Geschichte der Demokratie
»Eine kurze Geschichte der Demokratie« liegt nun bereits in der 4., verbesserten Auflage vor, zu der Oskar Lafontaine ein Nachwort beigetragen hat. Das Buch kann als eines der am meisten diskutierten politisch-historischen Sachbücher der letzten Zeit gelten. Auch in Frankreich, Großbritannien und Spanien sowie in Italien selbst mit Interesse aufgenommen, hat Luciano Canfora mit seinen pointierten Thesen in der Bundesrepublik eine lebhafte und noch immer anhaltende Debatte ausgelöst. Kein Wunder, ist sein Buch doch jenen ein Dorn im Auge, die sich hierzulande in der besten aller Demokratien wähnen. Denn Canfora begreift Demokratie nicht nur als formale Fassade oligarchischer Herrschaft, sondern als Volksherrschaft auf der Basis von Gleichheit. Und so beschließt er seinen Epochenüberblick vom antiken Athen bis zur EU-Verfassung mit dem provokanten Fazit: »Die Demokratie ist auf andere Epochen verschoben und wird von anderen Menschen neu konzipiert werden. Vielleicht nicht mehr von Europäern.« Und das ist manchen schon zuviel.