Veranstaltungen mit unseren Autoren

31.08.2010, 19.30 Uhr
Linkes Zentrum,
Corneliusstraße 108
40215 Düsseldorf

Einladung der Veranstalter

Buchvorstellung und Diskussion
Frauen in der kurdischen Guerilla

mit
Anja Flach
Anja Flach war mehr als zwei Jahre - von 1995 bis 1997 - als Internationalistin in den Bergen Kurdistans und hat dort das Leben der Guerillaeinheiten der kurdischen Befreiungsbewegung kennen gelernt und geteilt.Sie untersucht Motivation und Identität der Frauen, das Verhältnis der Geschlechter in der Guerilla sowie die Rückwirkungen in die traditionelle kurdische Gesellschaft hinein.

Die ArbeiterInnenpartei Kurdistans PKK wird in Europa sehr kontrovers diskutiert. Wenig Beachtung fand bisher dagegen die kurdische Frauenarmee, die Mitte der 90er Jahre gegründet wurde. Tausende Frauen schlossen sich in der Folge der Aufstände und der Repression durch den türkischen Staat den Guerillakräften an. Zunehmend setzte sich die kurdische Bewegung mit der Geschlechterfrage auseinander. Aus der Sicht der feministischen Ethnologie untersucht Anja Flach vor allem die Motivation und Identität der Kämpferinnen sowie die Geschlechterrollen und Gender-Beziehungen innerhalb der kurdischen Guerilla und deren Auswirkungen auf die Situation der Frauen in der traditionell geprägten kurdischen Gesellschaft.

FlachAnja Flach
Frauen in der kurdischen Guerilla
Motivation, Identität und Geschlechterverhältnis
Hochchulschriften 71

EUR 16,00 [D] / EUR 16,60[A] / SFR 28,60

ISBN 978-3-89438-377-0


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2. September 2010,
19.00 Uhr
Buchhandlung Leuwer,
Am Wall 171.
Bremen

Veranstalter:
Buchhandlung Leuwer

Buchpremiere:
Reden vor Gericht

mit
Heinrich Hannover
*1925, Dr. h. c. der Humboldt-Universität Berlin und der Universität Bremen. Rechtsanwalt, tätig vorwiegend als Strafverteidiger und als Vertreter von Kriegsdienstverweigerern. Zahlreiche Sachbücher zu zeitgeschichtlichen, juristischen und politischen Themen sowie Kinderbücher. Radio Bremen stellte ihn so vor: »Im Bremen der 50er Jahre als Kommunistenanwalt verschrien, wurde er in den 60ern bundesweit bekannt durch die Verteidigung Ulrike Meinhofs. Günter Wallraff und Peter Paul Zahl, Rosalinde von Ossietzky und in jüngster Zeit Hans Modrow – die Liste von Hannovers Klienten ist lang.«. .


Heinrich Hannover hat als Strafverteidiger Geschichte geschrieben. Hier sind Plädoyers aus dem Bereich des politischen Strafrechts wie dem der »nichtpolitischen« Kriminalität zusammengestellt und zeitgeschichtlich eingeordnet. Etliche Verfahren haben aufgrund der Prominenz der Beteiligten große Beachtung gefunden. So die gegen Lorenz Knorr wegen »Beleidigung« von Hitler-Generälen als Massenmörder (1964), gegen Daniel Cohn-Bendit wegen Sachbeschädigung (1968), gegen Karl Heinz Roth (1977) und Astrid Proll (1979 / 80), die trotz falscher Zeugenaussagen von Polizeibeamten von der Anklage des Mordes und Mordversuches freigesprochen wurden, und Hans Modrow (1993). Internationales Aufsehen erregte insbesondere der Prozess gegen einen SS-Funktionär wegen Beteiligung an der Ermordung von Ernst Thälmann im KZ Buchenwald. Hier vertrat Hannover die Nebenklage (1982 – 1987). Die CD mit Tonaufnahmen aus dem Gerichtssaal ist eine einmalige Dokumentation bundesdeutscher Justizpraxis und macht den jeweiligen Zeitgeist unmittelbar spürbar.

Hannover: RedenHeinrich Hannover
Reden vor Gericht
Plädoyers in Text und Ton
Hardcover mit einer Audio-CD
etwa 250 Seiten, zahlreiche Abbildungen

ca. EUR 24,90 [D] / EUR 25,60 [A] / SFR 44,000

ISBN 978-3-89438-438-8 - erscheint im August 2010

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Samstag, 11. September 2010
Beginn 11.00 Uhr
im Saalbau Bornheim
Arnsburger Straße 24
Frankfurt am Main

Veranstalter:
ver.di Frankfurt


Georg Fülberth

Tagesseminar:
Kapitalismus nach der Krise - –was nun?

mit
Georg Fülberth
Professor Dr. phil., *1939. Lehrte Politikwissenschaft an der Universität Marburg. Publiziert regelmäßig in »Freitag«, »Konkret«, »junge Welt« und anderen Zeitungen und Zeitschriften. Zahlreiche Bücher und Buchbeiträge.


Die Die Börsen atmen wieder auf: die Kurse gehen wieder nach oben, die Wachstumsprognosen ebenfalls – die Wirtschaftskrise 2008/2009 scheint überwunden und der Kapitalismus ist immer noch nicht am Ende. Anlass genug, uns ihn mal etwas genauer anzusehen. In den vergangenen Jahren hat er ja Einiges angerichtet, und jetzt müssen die arbeitenden Menschen die Zeche zahlen. Wir erlebten die tiefste Wirtschaftskrise seit 80 Jahren, beginnend mit der Hypothekenkrise in den USA 207 und dem Zusammenbruch von Lehman Brothers 2008, gefolgt von Massenentlassungen in der Industrie und einer folgenden gigantischen Bürgschaft in Höhe von 700 Milliarden Euro durch die Bundesregierung für das deutsche Finanzkapital. Alles nur zur Rettung von systemrelevanten Banken, so die Kanzlerin. Dann kam die nächste Welle, die Staaten haben sich an die Großbanken so sehr verschuldet, dass sie ihre Ausgaben für Infrastruktur, Bildung Sozialleistungen kürzen müssen. Was aber passiert, wenn die Menschen nicht mehr gewillt sind, die Lasten der Krise zu tragen. In Griechenland gehen die Menschen auf die Straße. Scheitert die Demokratie an den Folgen der Weltwirtschaftskrise? Woher hat der Staat die demokratische Legitimation, um weiter eine Umverteilung von unten nach oben zu betreiben? Steht am Ende der autoritäre Staat? Was ist Kapitalismus? Wie funktioniert er? Wir laden ein zu einem Tagesseminar, um die Fragen zu erörtern, die uns tagtäglich in Form von Ausplünderung und „Spar“paketen entgegen kommen.

Finis GermaniaeGeorg Fülberth
Finis Germaniae
Deutsche Geschichte seit 1945
Hardcover, 318 Seiten
19,90 [D] / EUR 20,60[A] / SFR 35,90

ISBN 978-3-89438-360-2



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G-StrichGeorg Fülberth
G Strich
Kleine Geschichte des Kapitalismus
4., verbesserte und erweiterte Auflage
Hardcover 330 Seiten

EUR 19,80 [D]; EUR 20,50 [A]; SFR 35,90

ISBN 978-3-89438-315-2

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G-StrichGeorg Fülberth
Kapitalismus
Taschenbuch, 118 Seiten

Basiswissen
EUR 9,90 [D] / EUR 10,20 [A] / SFR 18,90

ISBN 978-3-89438-429-6

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Do., 16. Sept.,
19:30 Uhr
Köln
im DGB-Haus,
Hans-Böckler-Platz 1

Veranstalter:
Sozialisitisches Forum


Veranstaltung zum Memo 2010

In der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik (Memorandum-Gruppe) haben sich WissenschaftlerInnen aus Universitäten, Forschungsinstituten und Gewerkschaften zusammengeschlossen. Ihr jährlich zum 1. Mai vorgelegtes MEMORANDUM gilt seit langem als wichtigste Replik auf das Jahresgutachten des Sachverständigenrats, der so genannten »Fünf Weisen«, von denen sich die Bundesregierung ihre Wirtschaftspolitik wissenschaftlich absegnen lässt.

Zwar reden manche bereits wieder von Aufschwung, doch wird sich dies schon bald als falsch erweisen. Um wirkliche Lehren aus der Weltwirtschaftskrise zu ziehen, müssen deren Ursachen bewältigt werden: Umverteilung von unten nach oben, wachsende Einkommens- und Vermögenskonzentration, massive Binnenmarktschwäche und in der Folge Überakkumulation und globale Ungleichgewichte mit sich immer schneller drehenden Schuldenspiralen. Das Memorandum 2010 zeigt, was gegen die Krise wirksam wäre: ein massives Zukunftsprogramm, das über die bisherigen Vorhaben erheblich hinausgeht, sowie eine expansive Wirtschaftspolitik und eine stark wachsende, aus höheren Löhnen und Masseneinkommen gespeiste Binnennachfrage. Eine sozial ausgerichtete Steuerreform würde eine Umverteilung von oben nach unten bewirken und gleichzeitig den finanziellen Spielraum für einen sozial-ökologischen Umbau schaffen. Weitere Themen: 20 Jahre ost-westdeutsche Wirtschaftspolitik; Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik.

Memo 2010AG Alternative Wirtschaftspolitik
MEMORANDUM 2010
Sozial-ökologische Regulierung statt Sparpolitik und Steuergeschenken
Neue Kleine Bibliothek 150, 255 Seiten und Tabellenanhang

EUR 17,90 [D] / EUR 18,40 [A] / SFR 32,00
ISBN 978-3-89438-433-3



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Worpswede,
8. Dezember, 19 Uhr,
Volksbank Worpswede
Hembergstr. 24

Lesung und Vortrag:
Reden vor Gericht

mit
Heinrich Hannover
*1925, Dr. h. c. der Humboldt-Universität Berlin und der Universität Bremen. Rechtsanwalt, tätig vorwiegend als Strafverteidiger und als Vertreter von Kriegsdienstverweigerern. Zahlreiche Sachbücher zu zeitgeschichtlichen, juristischen und politischen Themen sowie Kinderbücher. Radio Bremen stellte ihn so vor: »Im Bremen der 50er Jahre als Kommunistenanwalt verschrien, wurde er in den 60ern bundesweit bekannt durch die Verteidigung Ulrike Meinhofs. Günter Wallraff und Peter Paul Zahl, Rosalinde von Ossietzky und in jüngster Zeit Hans Modrow – die Liste von Hannovers Klienten ist lang.«. .


Heinrich Hannover hat als Strafverteidiger Geschichte geschrieben. Hier sind Plädoyers aus dem Bereich des politischen Strafrechts wie dem der »nichtpolitischen« Kriminalität zusammengestellt und zeitgeschichtlich eingeordnet. Etliche Verfahren haben aufgrund der Prominenz der Beteiligten große Beachtung gefunden. So die gegen Lorenz Knorr wegen »Beleidigung« von Hitler-Generälen als Massenmörder (1964), gegen Daniel Cohn-Bendit wegen Sachbeschädigung (1968), gegen Karl Heinz Roth (1977) und Astrid Proll (1979 / 80), die trotz falscher Zeugenaussagen von Polizeibeamten von der Anklage des Mordes und Mordversuches freigesprochen wurden, und Hans Modrow (1993). Internationales Aufsehen erregte insbesondere der Prozess gegen einen SS-Funktionär wegen Beteiligung an der Ermordung von Ernst Thälmann im KZ Buchenwald. Hier vertrat Hannover die Nebenklage (1982 – 1987). Die CD mit Tonaufnahmen aus dem Gerichtssaal ist eine einmalige Dokumentation bundesdeutscher Justizpraxis und macht den jeweiligen Zeitgeist unmittelbar spürbar.

Hannover: RedenHeinrich Hannover
Reden vor Gericht
Plädoyers in Text und Ton
Hardcover mit einer Audio-CD
etwa 250 Seiten, zahlreiche Abbildungen

ca. EUR 24,90 [D] / EUR 25,60 [A] / SFR 44,000

ISBN 978-3-89438-438-8 - erscheint im August 2010

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Dienstag,
28. September 2010,
20.00 Uhr
Villa Ichon,
Goetheplatz 4,
28203 Bremen

Veranstalter:
Masch
(Marxistische Abenschule),
Forum für Politik
und Kultur e.V.

Veranstaltung mit Heinrich Hannover:
Reden vor Gericht

mit
Heinrich Hannover
*1925, Dr. h. c. der Humboldt-Universität Berlin und der Universität Bremen. Rechtsanwalt, tätig vorwiegend als Strafverteidiger und als Vertreter von Kriegsdienstverweigerern. Zahlreiche Sachbücher zu zeitgeschichtlichen, juristischen und politischen Themen sowie Kinderbücher. Radio Bremen stellte ihn so vor: »Im Bremen der 50er Jahre als Kommunistenanwalt verschrien, wurde er in den 60ern bundesweit bekannt durch die Verteidigung Ulrike Meinhofs. Günter Wallraff und Peter Paul Zahl, Rosalinde von Ossietzky und in jüngster Zeit Hans Modrow – die Liste von Hannovers Klienten ist lang.«. .


Heinrich Hannover hat als Strafverteidiger Geschichte geschrieben. Hier sind Plädoyers aus dem Bereich des politischen Strafrechts wie dem der »nichtpolitischen« Kriminalität zusammengestellt und zeitgeschichtlich eingeordnet. Etliche Verfahren haben aufgrund der Prominenz der Beteiligten große Beachtung gefunden. So die gegen Lorenz Knorr wegen »Beleidigung« von Hitler-Generälen als Massenmörder (1964), gegen Daniel Cohn-Bendit wegen Sachbeschädigung (1968), gegen Karl Heinz Roth (1977) und Astrid Proll (1979 / 80), die trotz falscher Zeugenaussagen von Polizeibeamten von der Anklage des Mordes und Mordversuches freigesprochen wurden, und Hans Modrow (1993). Internationales Aufsehen erregte insbesondere der Prozess gegen einen SS-Funktionär wegen Beteiligung an der Ermordung von Ernst Thälmann im KZ Buchenwald. Hier vertrat Hannover die Nebenklage (1982 – 1987). Die CD mit Tonaufnahmen aus dem Gerichtssaal ist eine einmalige Dokumentation bundesdeutscher Justizpraxis und macht den jeweiligen Zeitgeist unmittelbar spürbar.

Hannover: RedenHeinrich Hannover
Reden vor Gericht
Plädoyers in Text und Ton
Hardcover mit einer Audio-CD
etwa 250 Seiten, zahlreiche Abbildungen

ca. EUR 24,90 [D] / EUR 25,60 [A] / SFR 44,000

ISBN 978-3-89438-438-8 - erscheint im August 2010

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26.10.2010, 19.00 Uhr
junge Welt -Ladengalerie
Torstr. 6
10119 Berlin

Buchvorstellung mit Lucas Zeise:
Geld – der vertrackte Kern des Kapitalismus
Moderation: Winfried Wolf

mit
Lucas Zeise,
*1944. Ist seit mehr als zwanzig Jahren Finanzjournalist. Hat Volkswirtschaft studiert und im Laufe seines Berufslebens u.a. für das japanische Wirtschaftsministerium, die deutsche Aluminiumindustrie und die Frankfurter Börsen-Zeitung gearbeitet. War 1999/2000 an der Gründung der »Financial­Times Deutschland« beteiligt und schreibt in ihr heute noch eine vierzehntägige Kolumne.

Lucas Zeise nimmt die Weltwirtschaftskrise ab 2007 zum Anlass, um Stellung und Funktion des Finanzsektors im Kapitalismus zu analysieren. Er schildert, wie und warum dessen Bedeutung im Neoliberalismus größer denn je geworden ist. Er diskutiert dabei die verschiedenen Theorien über das Geld, das – nicht nur im Volksmund – die zentrale Institution und Kategorie im Treiben des Kapitalismus ist. Er geht der Frage nach, welche Rolle staatliche Institutionen für die Existenz von Banken und Finanzmärkten spielen; warum die Finanzinstitutionen einen so nachhaltigen Einfluss auf die Politik haben; wie es den Akteuren am Kapitalmarkt gelingt, immer größere Anteile des Gesamtprofits für sich abzuzweigen. Zeise versucht sich also an einer politischen Ökonomie des Finanzsektors und des Geldes. Die kleinen und großen Krisen des Kapitalismus, Inflation, Währungskrisen und Staatspleiten werden sorgfältig abgehandelt. Abschließend wird diskutiert, welche politischen Schritte notwendig wären, um eine Bändigung des Finanzsektor zu bewerkstelligen.

ZeiseLucas Zeise
Ende der Party
Die Explosion im Finanzsektor und die Krise der Weltwirtschaft
Neue Kleine Bibliothek 126

EUR 14,90 [D] / EUR 15,40 [A] / CHF 27,90
ISBN 978-3-89438-396-1

erschienen im Oktober 2008

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ZeiseLucas Zeise
Geld – der vertrackte Kern des Kapitalismus
Versuch über die politische Ökonomie des Finanzsektors
Neue Kleine Bibliothek 155, etwa 200 Seiten

EUR 12,90 [D] / 13,40 [A] / CHF 24,00
ISBN 978-3-89438-444-9


erscheint im September 2010

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Worpswede,
12. November, 19 Uhr,
Volksbank Worpswede
Hembergstr. 24

Lesung und Vortrag:
Reden vor Gericht

mit
Heinrich Hannover
*1925, Dr. h. c. der Humboldt-Universität Berlin und der Universität Bremen. Rechtsanwalt, tätig vorwiegend als Strafverteidiger und als Vertreter von Kriegsdienstverweigerern. Zahlreiche Sachbücher zu zeitgeschichtlichen, juristischen und politischen Themen sowie Kinderbücher. Radio Bremen stellte ihn so vor: »Im Bremen der 50er Jahre als Kommunistenanwalt verschrien, wurde er in den 60ern bundesweit bekannt durch die Verteidigung Ulrike Meinhofs. Günter Wallraff und Peter Paul Zahl, Rosalinde von Ossietzky und in jüngster Zeit Hans Modrow – die Liste von Hannovers Klienten ist lang.«. .


Heinrich Hannover hat als Strafverteidiger Geschichte geschrieben. Hier sind Plädoyers aus dem Bereich des politischen Strafrechts wie dem der »nichtpolitischen« Kriminalität zusammengestellt und zeitgeschichtlich eingeordnet. Etliche Verfahren haben aufgrund der Prominenz der Beteiligten große Beachtung gefunden. So die gegen Lorenz Knorr wegen »Beleidigung« von Hitler-Generälen als Massenmörder (1964), gegen Daniel Cohn-Bendit wegen Sachbeschädigung (1968), gegen Karl Heinz Roth (1977) und Astrid Proll (1979 / 80), die trotz falscher Zeugenaussagen von Polizeibeamten von der Anklage des Mordes und Mordversuches freigesprochen wurden, und Hans Modrow (1993). Internationales Aufsehen erregte insbesondere der Prozess gegen einen SS-Funktionär wegen Beteiligung an der Ermordung von Ernst Thälmann im KZ Buchenwald. Hier vertrat Hannover die Nebenklage (1982 – 1987). Die CD mit Tonaufnahmen aus dem Gerichtssaal ist eine einmalige Dokumentation bundesdeutscher Justizpraxis und macht den jeweiligen Zeitgeist unmittelbar spürbar.

Hannover: RedenHeinrich Hannover
Reden vor Gericht
Plädoyers in Text und Ton
Hardcover mit einer Audio-CD
etwa 250 Seiten, zahlreiche Abbildungen

ca. EUR 24,90 [D] / EUR 25,60 [A] / SFR 44,000

ISBN 978-3-89438-438-8 - erscheint im August 2010

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