Marburg

Mythos Sexarbeit
Eine linke kritische Sicht auf das Thema Prostitution

Diskussion mit Katharina Sass

Marburg
Mi., 7. Februar 2018 – 19.00 Uhr
Technologie- und Tagungszentrum (TTZ) Marburg,
Software-Center 3 , Wintergarten

Ankündigung der Veranstalter
Die Liberalisierung der Prostitution von 2002 ist gescheitert. Sie hat nicht zu besseren Bedingungen  und mehr Schutz für die Prostituierten geführt, sie hat im Gegenteil  eine enorme Ausweitung und Entgrenzung  in der Sexindustrie hervorgebracht, in der heute eine  übergroße Mehrheit der Prostituierten Armuts-Prostituierte aus den ärmsten Ländern Europas sind.

Eine gesellschaftliche Debatte darüber ist unerlässlich.

Dabei sind grundsätzliche Fragen zu klären:

Ist Prostitution „Arbeit“ und sollte normalisiert und „professionalisiert“ werden?  Oder ist sie ein patriarchales Unterdrückungsverhältnis, dessen langfristige Überwindung es anzustreben und dessen Opfer es konsequent zu schützen gilt?

Ist Sexkauf die Inanspruchnahme einer „Dienstleistung“?  Oder ist er eine Form sexueller Gewalt, die gravierende Traumata verursacht?

Die Referentin, Katharina Sass, wird sich mit diesen Fragestellungen auseinandersetzen, sie argumentiert für eine prostitutionskritische Sichtweise und stützt sich dabei auf Erkenntnisse der Trauma- und Prostitutionsforschung.

Die Veranstaltung soll eine Gelegenheit bieten, sich mit dem Thema Prostitution zu befassen  und Anregungen und Antworten zur Meinungsbildung zu erhalten.

Katharina Sass, Volkswirtin sozialwissenschaftlicher Richtung, Doktorandin der Soziologie an der Universität Bergen/Norwegen, Mitinitiatorin des Netzwerkes „Linke für eine Welt ohne Prostitution“, Mitautorin und Herausgeberin des Buches   – Mythos  „Sexarbeit“, 2017.

Katharina Sass (Hg.)
Mythos Sexarbeit
Argumente gegen Prostitution und Sexkauf
Paperback, 159 Seiten, € 13,90
ISBN 978-3-89438-648-1

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