Geldern

Vor 75 Jahren: Oradour – Geschichte eines Massakers

Lesung mit Florence Hervé, Bilder von Martin Graf, Musik und Diskussion

Geldern
Do., 19. September 2019, 19 Uhr
Ort: Volkshochschule, Kapuzinerstr. 34, Geldern, Raum 106
Gebühr: € 8,00
Telefonische Anmeldung/Kartenreservierung wird erbeten: 02831-93750

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Am 10. Juni 1944 blieb in Oradour-sur-Glane die Zeit stehen. Das ruhige Dorf im nordwestlichen Zentralmassiv Frankreichs wurde von der SS-Panzerdivision ›Das Reich‹ in Schutt und Asche gelegt. 642 Menschen wurden erschossen, verbrannt – in ihrer Mehrzahl Frauen und Kinder. Der Bildtextband informiert über das Geschehen, das Massaker von Oradour und die Erhängungen in Tulle einen Tag zuvor, über die unzureichende juristische Aufarbeitung der Verbrechen, die Prozesse von Bordeaux und das Versagen der bundesdeutschen Justiz. In ihren Augenzeugenberichten beschreiben Überlebende den Ablauf der Gräueltaten. Der Blick namhafter Künstler/innen und Schriftsteller/innen auf den Schrecken von Oradour findet seinen Ausdruck in Gedichten und Zeichnungen. Eine besondere Bedeutung kommt den im Bildteil gebündelten, eindrucksvollen und aussagekräftigen Fotos zu. Eine kleine Chronik und Literaturhinweise ergänzen den zweisprachigen (dt./frz.) Band.

Florence Hervé, Dr. phil., *1944, Journalistin, Autorin, Dozentin. Zahlreiche Veröffentlichungen, so zum Thema Faschismus und Widerstand; Mitherausgeberin des Taschenkalenders ›Wir Frauen‹; Martin Graf, *1957, Dipl.-Designer (FH). Seit 1984 freier Fotograf und Journalist. Zahlreiche Einzelausstellungen, mehrere Foto-Essays und Bildbände.

Florence Hervé (Hg.) / Martin Graf (Fotogr.)
Ordadour – Geschichte eines Massakers
Bild-Text-Band, 146 Seiten, 68 s/w-Fotos
ISBN 978-3-89438-627-6, € 19,90

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